Yin Yoga

Da unser schnelllebiger Alltag oft von Stress und die meisten Sportarten von Anspannung geprägt sind, ist der chinesischen Philosophie zufolge für viele Menschen das Yang die stärker präsente Energie. Yin Yoga soll dazu dienen, die entgegengesetzten Kräfte von Yin und Yang wieder in Gleichgewicht zu bringen – auf körperlicher und geistiger Ebene.

Auf körperlicher Ebene werden die Muskeln, Bänder und Sehnen gründlich gedehnt. Durch das lange Halten der Asanas wird auch das tief liegende Bindegewebe erreicht und verklebte Faszien aufgelockert und gedehnt. Als Faszien wird das Bindegewebe bezeichnet, das wie ein großes Netz alle Muskeln, Knochen und Organe umhüllt und so den Körper innerlich zusammenhält.
So hilft Yin Yoga gegen muskuläre Verspannung und sorgt für mehr Bewegungsfreiheit, geschmeidigere Gelenke und flexibleres Bindegewebe und Muskeln. Anders als in anderen Yoga-Stilen, in denen der Rücken bewusst gerade gehalten wird, ist er im Yin Yoga stets gerundet. Durch die Dehnung der Rückenmuskulatur kann die Praxis daher gut bei Rückenschmerzen helfen.

Auf psychischer Ebene wirkt Yin Yoga ähnlich wie stille Meditationen: Während der lang gehaltenen Körperhaltungen kommt der Geist zur Ruhe und man lenkt die Aufmerksamkeit verstärkt auf sich und seinen Körper. Das soll zu einem ausgeglicheneren Geist und innerer Ruhe führen. Yin Yoga eignet sich damit, Stress entgegenzuwirken und vorzubeugen.
Dies bestätigt auch eine Studie von 2017, in der die Probanden an einem fünfwöchigen Programm mit Yin Yoga und Achtsamkeitsübungen teilnahmen.

Indem Yin Yoga psychologischen Problemen wie Angstzuständen, Stress und Depression entgegenwirkt, können mit dem Yoga-Stil laut einer Studie von 2018 sogar nicht-übertragbaren Krankheiten wie Herz-Erkrankungen vorgebeugt werden.

Quelle: Utopia